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Der Tiefsee-Pirat Phronima
Der Flohkrebs Phronima lebt in allen Weltmeeren, außer in den Polarregionen. Sein Körper ist transparent-durchscheinend.  Im Laufe ihrer Evolution haben sich diese Krebse darauf spezialisiert, Salpen zu „kapern“ und deren tonnenförmige Hülle für ihr Brutgeschäft zu nutzen. Dabei sind sie nicht zimperlich: Das Weibchen attackiert frei schwimmende Salpen mit ihren Klauen und frisst das Innere des Tieres auf. In die ausgehöhlte, gallertartige Hülle legt es seine Eier. Danach schiebt das Flohkrebs-Weibchen ihre „Kinderstube“ wachsam durch das Wasser, bis ihr der Nachwuchs davonschwimmt.
Medusenhäupter
Medusenhäupter (Gorgonocephalidae) leben in allen Weltmeeren. Sie sind nah verwandt mit Seesternen. Namensgebend war die Gorgone Medusa mit ihren Schlangenhaaren.  Große Exemplare können einen Durchmesser von 1,5 Metern und einem Gewicht von fünf Kilogramm erreichen. Viele Arten beeindrucken mit ihrer Farbenpracht: von Weiß und Gelb über Orange und Blau bis Violett. Die nachtaktiven Tiere klettern mit ihren langen und weit verzweigten Armen auf Gorgonien, Schwämme oder Korallen und strecken ihre verzweigten Arme der Strömung entgegen, um Plankton herauszufiltern. Tagsüber verkriechen sie sich in Verstecke und ziehen sich zu einem Wirrwarr von Armen zusammen.
Basket stars are a group of brittle stars that are also found in the deep sea. It is fascinating to watch them folding up or unfold their characteristic multi-branched arms. They use their flexible arms to climb to exposed locations to position themselves in a way to best catch particles from the water. Basket stars coil themselves up quickly when they are disturbed or not feeding. Also looking rather skinny the larger basket stars may weigh up to 5 kg.
Basket stars
Overview:
Zu den Tiefsee-Garnelen (Pandalidae) gehören viele verschiedene Arten. Die größten Garnelen werden 35 Zentimeter groß. Die rote Farbe ist typisch bei marinen Wirbellosen. Das Rot dient der Tarnung gegenüber Fressfeinden, denn rotes Licht wird bereits nach wenigen Metern Wassertiefe absorbiert. Tiefsee-Garnelen besitzen große wirtschaftliche Bedeutung.
Tiefsee-Garnele
Deepwater shrimp have many different species and some of them are giants of their kind. This one is about 35 cm in length and thus belongs to the largest ones there are. Giantism is a typical phenomenon for the cold and deep ocean. Scientist think that their larger bodies may be able to produce more eggs or larger eggs, as well as improving their ability to catch food in a difficult environment. The striking red colour is common in marine invertebrates and is believed to help the animals camouflage. Red light is absorbed first under water and red objects turn black. Although it is really dark in the deep the red colour absorbs event the lightest light best.
Deepwater shrimp
Der Seeteufel Lophius piscatorius lebt auf dem Meeresgrund in Tiefen von 20 bis 1 000 Metern. Er besitzt einen abgeflachten, schuppenlosen Körper und einen extrem großen, breiten Kopf. Das riesige Maul ist mit kräftigen Zähnen besetzt. Charakteristisches Kennzeichen der Seeteufel ist ihre Angel: Der erste Strahl der Rückenflosse wurde zur „Angel“ mit angehängtem „Köder“ umgebildet. Damit locken sie andere Fische an. Ist das Opfer nah genug, reißt der Seeteufel plötzlich sein riesiges Maul auf und saugt den Beutefisch ein.  Seeteufel können maximal zwei Meter lang und über 50 Kilogramm schwer werden, erreichen jedoch nur selten Längen von einem Meter.
Seeteufel
Seefedern
Seefedern (Pennatulacea) besiedeln in allen Weltmeeren Sand- und Schlickböden in 20 bis 2 000 Metern Tiefe. Sie gehören zu den achtstrahligen Nesseltieren.  Von einem zentralen Stamm, der auf einem Grabfuß steht, zweigen im oberen Teil zahlreiche Seitenäste ab. Sie richten sich in gleicher Ebene nach der Strömung aus, um Plankton zu fangen. In ihrer Form erinnert das Tier an eine Feder. Die Festigkeit beruht auf der Einlagerung von Hornsubstanzen und Kalknadeln. Die Farbe des Korallenskeletts ist meist ein leuchtendes Violett-Rot.  Seefedern erreichen eine Größe von 40 Zentimetern. Die Wachstumsringe im Stamm zeigen, dass die Tiere über 100 Jahre leben können.
Normalerweise bekommen Gestalten in Disney-Filmen die Namen von Tieren – dieser Oktopus erhielt jedoch seinen Namen nach dem Disney-Film „Dumbo – der fliegende Elefant“. Die Ähnlichkeit zwischen den Ohren des Elefanten Dumbo und den flatternden, ohrenähnliche Flossen des Kraken war verblüffend.  Der Dumbo-Krake (Grimpoteuthis) „fliegt“ in Tiefen von 3 000 bis 4 000 Metern durch die Tiefsee. Einige Tiere leben in extremen Tiefen von 7 000 Metern. Das macht den Dumbo-Kraken zu den am tiefsten lebenden Kraken – von denen wir wissen. Der Kopffüßer schwebt über dem Meeresboden und sucht nach Würmern und Krebstieren.
Dumbo-Krake
Seevögel Auch Seevögel profitieren vom Nahrungsreichtum entlang des Mittelatlantischen Rückens. Zeitweilig wurden bis zu 22 Arten beobachtet. Am häufigsten sind Eissturmvögel (Fulmarus glacialis), Große Sturmtaucher (Puffinus gravis) und Gelbschnabelturmtaucher (Calonectris diomedea). Nicht selten kommt es zu Ansammlungen von mehreren hundert Seevögeln, die vor allem Fische und Kalmare von der Oberfläche oder beim Stoßtauchen fangen.Seevögel weisen Walen und Delfinen den Weg zu reichen Nahrungsgründen. Das nutzen auch Walforscher. Sie suchen den Horizont nach aufgeregt durcheinanderfliegenden Trupps von Meeresvögeln ab, um die Meeressäuger zu finden.
Der ziegelrot leuchtende Tiefenrotbarsch (Sebastes mentella) ist ein dem Rotbarsch sehr ähnlicher Meeresfisch. Er erreicht gewöhnlich nur eine Größe bis 45 Zentimeter. Der Tiefenrotbarsch lebt als Schwarmfisch in Tiefen von 300 bis 1 400 Metern und ernährt sich von kleinen Fischen, Pfeilwürmern, Kopffüßern, Krill und Flohkrebsen. Die Paarung erfolgt in der Barentssee und bei Island. Die Eier werden nicht abgelegt. Zunächst wachsen im Mutterleib die Larven in den Eiern und schlüpfen kurz nach der Eiablage.
Tiefenrotbarsch
Sonnenlichtzone
Die Dämmerlichtzone beginnt in 200 Metern Tiefe und reicht bis 1 000 Meter. Bis in diese Tiefen dringt so wenig Licht vor, dass kein pflanzliches Leben mehr existieren kann. Alle Lebewesen sind Tiere oder Bakterien. Zum Fressen steigen einige von ihnen in höher gelegene Wasserschichten auf.
Unterhalb von 1 000 Metern beginnt die Dunkelzone. Die Ozeanbecken sind im Durchschnitt knapp 4 000 Meter tief. An manchen Stellen geht es jedoch noch tiefer hinab – bis zu elf Kilometer. Wo sich eine Platte der Erdkruste unter eine andere Platte schiebt, entstehen Tiefseegräben. In ihrer Nähe entwickeln sich meist Vulkane. Die Fläche aller Tiefseegräben macht nur ein Hundertstel der Fläche der Ozeanböden aus.
Dunkelzone
Dämmerlichtzone
Die oberen 200 Meter der Meere werden von Sonnenlicht durchdrungen. In dieser hellen Lichtzone kann daher pflanzliches Plankton (Phytoplankton) wachsen. Es bildet die Grundlage für fast alles Leben im Meer.
Obwohl der Granatbarsch nicht sehr häufig in der Charlie-Gibbs Bruchzone vorkommt, hat er gezeigt, wie verletzlich die Bestände von Tiefseefischen sind. Als der Granatbarsch Ende der siebziger Jahre entdeckt und befischt wurde, waren die Fischer in einem Goldrausch. Die Netze füllten sich in Mengen, die kaum verarbeitet und vermarktet werden konnten. Bereits nach ein paar Jahren brachen die Bestände zusammen – Fänge von zehntausenden Tonnen wurden auf fast Null reduziert.Nähere Untersuchungen ergaben, dass Granatbarsche 150 Jahre alt werden können und sich erst mit 25-30 Jahren fortpflanzen! Die Gründe für das langsame Wachstum sind die kalten Temperaturen am Meeresboden wie auch limitierte Nahrung, die in der Tiefsee oft saisonal ist.
Granatbarsch (Hoplostethus atlanticus)
Viperfische (Chauliodus sp.) bleiben tagsüber in einer Tiefe bis 1500 Metern. In der Dämmerung steigen sie in oberflächennahe Bereiche auf. Ihr Körper ist mit Leuchtorganen übersät, die ein pulsierendes Licht erzeugen. Damit locken Viperfische ihre Beute an. Als markantes Merkmal besitzen sie ein schrecklich wirkendes Gebiss. Selbst bei geschlossenem Maul ragen die dolchartigen Fangzähne hervor. Das Ausreißen oder Ausbrechen eines Zahnes beim Fressen ist kein Unglück – Ersatzzähne liegen in der Mundschleimhaut stets bereit, da auch durch das Wachstum wiederholter Zahnwechsel nötig ist. Viperfische erreichen eine Körperlänge von 30 Zentimetern.
Viperfisch
Lederschildkröte
Die Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) ist die größte lebende Schildkröte. Ihr Panzer erreicht eine Länge von zwei Metern und sie wiegen mehr als 600 Kilogramm. Eine derbe, gummiartige Haut umgibt ihren losen Knochenpanzer. Lederschildkröten legen ihre Eier an tropischen Stränden ab. Bis zu ihren Futtergründen schwimmen sie mitunter 7500 Kilometer. Ihre Hauptnahrung sind Quallen, von denen sie täglich bis zu 100 Kilogramm fressen. Mit Tiefen bis zu 1200 Metern tauchen diese Tiere extrem tief. Die maximal festgestellte Tauchtiefe eines Pottwales beträgt dagegen „nur“ 1140 Meter. Infolge der Fischerei und der zunehmenden Verschmutzung der Meere sind Lederschildkröten in ihrem Bestand stark gefährdet.
Der Pottwal (Physeter macrocephalus) kommt in allen Ozeanen vor. Der Name bezieht sich auf den Kopf des Wales, der wie ein Topf (niederdeutsch Pott) hervorragt. Männliche Pottwale erreichen Längen von 18 Metern und Gewichte von 50 Tonnen. Der riesige Kopf eines Pottwales ist fast vollständig mit Walrat gefüllt und kann allein ein Gewicht von zwei Tonnen haben. Mit Klicklauten können sich Pottwale über viele Kilometer verständigen. Pottwale tauchen gewöhnlich in Tiefen um 400 Meter. Die Dauer eines Tauchganges kann 20 bis 80 Minuten betragen. Manche Männchen stoßen bis in extreme Tiefen über 1 000 Meter vor.  Die von Pottwalen erjagte Beute besteht hauptsächlich aus Tintenfischen. Der immer noch geheimnisvolle Riesenkalmar wird regelmäßig im Magen von Pottwalen gefunden.
Pottwal
Underwater photo: Jorge Fontes, Department of Oceans and Fisheries, Azores, Portugal.
Der Vampirtintenfisch (Vampyroteuthis infernalis) wurde während der ersten Deutschen Tiefsee-Expedition 1898 - 1899 entdeckt. Er lebt in Tiefen bis zu 1 000 Metern. Wörtlich übersetzt lautet sein Name: „Vampirtintenfisch aus der Hölle“. Diesen Namen erhielt der Kopffüßer aufgrund seiner Häute, die sich zwischen seinen acht Armen aufspannen und ihm das Aussehen eines Vampirs geben. Entgegen seinem Namen ernährt sich der Vampirtintenfisch nicht räuberisch, sondern von „Meerschnee“, den langsam zum Meeresboden herabrieselnden Resten abgestorbener Pflanzen und Tiere. Fressfeinde verwirrt der Vampirtintenfisch mit kurzzeitig ausgesandten Lichtsignalen.
Höllen-Vampirtintenfisch
Foto: Mar-Eco, Aglantha xpedition.
Quallen
Photo: Hilary Street/Marine Photobank
Quallen bilden einen wesentlichen Bestandteil der Lebensgemeinschaften im Freiwasser der Ozeane. Sie schwimmen schon seit mehr als 650 Millionen Jahren in den Meeren und ihr Bauplan hat sich seitdem kaum verändert.  Quallen sind raffinierte Räuber: Ihre Tentakeln tragen unzählige Nesselzellen, aus denen blitzschnell Giftpfeile abgeschossen werden. Ihre Hauptnahrung sind Zooplankton und kleine Fische.  Die Tiefsee ist ein Paradies für Quallen. Dort gibt es keinen Wind und keine Wellen, die den zerbrechlichen Tieren gefährlich werden könnten. Viele Tiefseequallen sind durchsichtig und für Räuber nahezu unsichtbar. Andere Quallen sind rot, manche leuchten sogar.
Phytoplankton
Phytoplankton besteht aus mikroskopisch kleinen Algen, die freischwebend im Meerwasser leben. Einen weiträumigen Ortswechsel vollziehen die Algen mit den Meeresströmungen. Die Algen ernähren sich mit Hilfe der Photosynthese. Dabei wandeln sie anorganische Verbindungen in organische Substanzen um. Damit schafft das Phytoplankton die Nahrungsgrundlage für alle anderen Lebewesen im Meer, vom Zooplankton über Fische bis zu den Bartenwalen. Bei der Fotosynthese produziert das Phytoplankton Sauerstoff. Den Sauerstoff für jeden dritten Atemzug verdanken auch wir Menschen den Meeresalgen.
Forschungsschiffe Mit Forschungsschiffen untersuchen Wissenschaftler die Tiefsee. Sie nutzen bemannte Tauchboote, ferngesteuerte Tauchroboter (ROV), automatische Messtonnen und wissenschaftliche Fischerei- und Sammelausrüstungen. Ziel ist es, unser Wissen über den größten und doch nahezu unbekannten Lebensraum der Erde zu erweitern.  Bei Ausfahrten werden Proben gesammelt, aber auch ozeanografische Parameter wie Strömung, Temperatur, Salzgehalt und chemische Eigenschaften des Meerwassers untersucht.  Tiefseeforschung ist wichtig, damit wir verstehen, wie der Planet Erde funktioniert, denn die Vorgänge in den Tiefen der Meere bestimmen unter anderem das Klima der Zukunft.
Sperm Whale (Physeter macrocephalus)
An Seebergen und an unterseeischen Gebirgen wie dem Mittelatlantische Rücken kommt es zum Aufstieg  von nährstoffreichem Tiefenwasser. Der daraus resultierende Nahrungsreichtum lockt auch Meeressäugetiere wie Wale und Delfine an, die von Plankton oder Fischen leben.  Delfine sind schnelle Schwimmer, sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 55 Kilometer pro Stunde. Oft springen sie aus dem Wasser. Dabei halten sie auch nach Ansammlungen von Seevögeln Ausschau, denn die Vögel deuten auf Fischschwärme hin. Auf der Jagd nach Fischen können sie bis zu 300 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen. Auch Blau- und Seiwale zieht es in die Gebiete entlang des Mittelatlantischen Rückens, denn dort finden die Planktonfresser reichlich Nahrung.
Wale und Delfine
Kaiserbarsch
Der Kaiserbarsch (Beryx decadactylus) lebt an Kontinentalabhängen und über Seebergen. In Tiefen zwischen 200 und 500 Metern ernährt er sich von Krebstieren, kleineren Fischen und Tintenfischen. Haut und Flossen sind scharlachrot, weshalb der Fisch auch „Rotbarsch“ genannt wird. Da in die Dämmerlichtzone kein rotes Licht vordringt, erscheint der Fisch schwarz. Das bleibt auch so, wenn er abends ins freie Wasser aufsteigt, weil rotes Licht zuerst vom Wasser absorbiert wird. Als wichtiger Speisefisch ist er mancherorts schon bedroht, da er sich nur langsam vermehrt. 
Rundnasen-Grenadierfisch
Der Rundnasen-Grenadier (Coryphaenoides rupestris) lebt im offenen Nordatlantik in Tiefen zwischen 400 und 2 000 Metern. Wie alle Grenadierfische hat er einen langgestreckten Körper, der sich von vorn nach hinten verjüngt und in einer schwanzflossenlosen Spitze ausläuft. Der eigentliche Rumpf ist kurz, den größten Teil der Körperlänge von etwa 90 Zentimeter macht der Schwanz aus.  Der Rundnasen-Grenadierfisch ist eine wichtige Art für die kommerzielle Fischerei. Die Bestände haben deutlich abgenommen.
Zooplankton ist die Bezeichnung für tierische Organismen, die im Wasser leben und nicht gegen die Strömung anschwimmen können. Damit gibt die Wasserströmung die Schwimmrichtung des Zooplanktons vor – die Organismen sind „Umherirrende“. Das griechische Wort hierfür ist „Plankton“.  Zum Zooplankton gehört eine große Auswahl an Organismen. Beispiele sind Ruderfußkrebse und Krill – die wichtigste Nahrung für Bartenwale. Auch Larven von Fischen und Krebsen gehören zum Zooplankton, ebenso Quallen – sie sind die Hauptnahrung von Lederschildkröten und vieler kleiner Fische.
Zooplankton
Deep-sea sharks
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Forty-four species of deepwater sharks, three of which are included in the OSPAR List of Threatened Species from 2008 (Portuguese dogfish, gulper shark and leafscale gulper shark), are known to the Northern Mid-Atlantic Ridge around the Charlie-Gibbs Fracture Zone. Deepwater sharks are the top predators of the open ocean and are attracted to seamounts and ridge peaks by the abundance in fish. Their long life, late maturity and few offspring make them particularly vulnerable to overfishing. Living in the upper 2,000 metres of the ocean means that sharks occupy the very same depths at which fishing occurs.
Tiefseehaie sind die bekanntesten Raubtiere im offenen Ozean. Riesige Zähne, mit denen sie ihre Beute blitzschnell attackieren, lassen viele Tiefsee-Haie furchterregend erscheinen. Mit Körperlängen bis zu acht Metern sind Eishaie (Somniosus microcephalus) wahre Giganten. Viele Tiefseehaie zieht es zum Fischreichtum an die Seebergen und den Mittelatlantischen Rücken. 45 Arten von Tiefsee-Haien zählten Forscher in diesen Meeresgebieten. Vollgefressen können Tiefsee-Haie lange Hungerzeiten überdauern. Da sie erst mit 25 Jahren geschlechtsreif werden und nur wenige Nachkommen zur Welt bringen, sind sie besonders von Überfischung bedroht.
Tiefseehaie
Rochen leben weltweit in allen Meeren, einige Arten auch in der Tiefsee. Es gibt mehr als 500 Arten von Rochen. Sie besitzen einen stark abgeplatteten Körper und große Brustflossen, die mit dem Kopf verwachsen sind. Das Maul, die Nasenlöcher und die Kiemenspalten befinden sich auf der Unterseite. Auf der Oberseite liegen die Augen und Spritzlöcher.  Echte Rochen bewegen ihre großen Brustflossen wellenförmig, Adlerrochen (Myliobatidae) schlagen sie wie Flügel. Als Nahrung jagen sie Muscheln, Krebse und Stachelhäuter.  Rochen haben eine geringe Wachstumsrate, eine späte Geschlechtsreife und eine kleine Vermehrungsrate. Deshalb besteht die Gefahr, dass die Bestände schnell überfischt werden.
Rochen
Deep sea sharks
Forty-four species of deep-water sharks, three of which are included in the OSPAR List of Threatened Species  from 2008 (Portuguese dogfish, gulper shark and leafscale gulper shark), are known to the Northern Mid-Atlantic Ridge around the Charlie-Gibbs Fracture Zone. Deep- water sharks are the top predators of the open ocean and are attracted to seamounts and ridge peaks by the abundance in fish. Their long life, late maturity and few offspring make them particularly vulnerable to overfishing. Living in the upper 2,000 metres of the ocean means that sharks occupy the very same depths at which fishing occurs. 
Benthic layer The benthic layer describes the habitat on any part of the sea floor or very close to it. Because light does not penetrate very deep ocean water, the energy source for deep benthic ecosystems is often organic matter from higher up in the water column which drifts down to the depths. This dead and decaying matter sustains the benthic food chain; most organisms in the benthic zone are scavengers or detritus feeders. Strictly benthic fish are more dense, with negative buoyancy so they can lie on the bottom without any effort. The term benthos comes from Greek and means "depths of the sea".  Bentho-pelagic layer The deep sea bentho-pelagic layer describes a zone where animals live and feed near the bottom. They may feed on benthic as well as free swimming organisms in a zone less than 100 metres off the sea floor. Bentho-pelagic fish are neutrally buoyant, so they can float at depth without much effort.  Pelagic layer - the open ocean This layer represents the overwhelming part of the oceans and describes all the water from the surface to close to the seafloor. Conditions change deeper down the water column: the pressure increases, the temperature drops and there is less light. Pelagic life generally decreases with increasing depth, except where there are abnormal sources of food available, like at hydrothermal vents. The pelagic zone occupies 1,330 million cubic kilometres and is by far the largest habitat on the planet. It has a mean depth of 3.7 kilometres and maximum depth of 11 kilometres.  The word pelagic comes from the Greek or pélagos, which means "open sea".
Schwarze Raucher finden Forscher entlang der Mittelozeanischen Rücken, an denen sich dicht unter dem Meeresboden Magma befindet. Kaltes Meerwasser, das in den Boden eindringt, wird auf 400 °C erhitzt. Das extrem heiße Wasser löst aus der Erdkruste Mineralien und Schwefelverbindungen aus. Diese Lösung strömt an anderer Stelle als heiße Quelle wieder aus. Beim Zusammentreffen mit kaltem Meerwasser fallen die gelösten Mineralien als schwarzer Rauch aus und bilden Schlote, die beständig höher wachsen. Rund um die Schlote bilden sich dennoch artenreiche Lebensgemeinschaften mit Bakterien, Röhren-Würmern, Muscheln, Napfschnecken und Garnelen.
Heiße Quellen – Schwarze Raucher
Die Kaltwasser-Koralle Lophelia pertusa lebt auf Hartböden in Tiefen zwischen 60 und 2 100 Metern. Sie formt gewaltige Riffe. In norwegischen Gewässern sind einige älter als 8 500 Jahre und erreichen eine Mächtigkeit von 35 Metern. Die Riffe bieten Lebensraum für Weichtiere, Armfüßer, Krebstiere und Fische. Wegen des fehlenden Lichts können Tiefseekorallen nicht in Symbiose mit Algen leben, sondern sind auf nährstoffreiche Strömungen angewiesen. Deshalb siedeln Tiefsee-Korallen besonders an Seebergen, in Canyons und an Hängen der Kontinentalränder.  Die größte Gefahr für die Riffe kommt von der Fischerei mit Grundschleppnetzen. Bereits die einmalige Nutzung eines Grundschleppnetzes kann mehr zerstören als in tausend Jahren nachwachsen kann.
Lophelia-Koralle
Lophelia coral (Lophelia pertusa)
Lophelia is the most widespread reef-framework forming cold-water coral. The genus occurs throughout the world's oceans. In the North Atlantic ocean Lophelia pertusa is the most common species and has been reported to have built reefs up to 35 m thick and 8500 years old in Norwegian waters. These reefs are very important as they form a habitat for many hundreds of other species, including fish. Bottom trawling is the greatest danger for these reefs. One trawl can destroy corals that are hundreds of years old. Lophelia is a colonial organism that grows by budding off new polyps along its branches. The new polyps keep secreting calcium carbonate to extend their skeleton. This process is quite slow at prevailing cold temperatures between 4-12 °C and without the help of sunlight harvesting symbiotic algae that their tropical shallow water relatives partner with.
Deep-sea anemones
Many sea anemones look like their shallower living relatives, but some have developed more rare body shapes looking like a venus flytrap. Anemones capture zooplankton and fish with their tentacles. They are found from the tidal zone of all oceans to depths of more than 10,000 metres (about 33,000 feet). The nearly 1,000 species vary in size from a few millimetres (a fraction of an inch) in diameter and length to about 1.5 metres (about 5 feet) in diameter.
Tiefsee-Anemonen
Seeanemonen (Actiniaria), auch Seerosen, Seenelken oder Aktinien genannt, gehören zu den Nesseltieren. Derzeit sind etwa 1 200 Arten bekannt. Je nach Art können Seeanemonen eine Größe von wenigen Millimetern bis 150 Zentimeter erreichen. Die Tiere leben einzeln und bis in Tiefen von 10 000 Metern. Einige haben ungewöhnliche Körperformen entwickelt und erinnern an Venusfliegenfallen. Viele ausgewachsene Seeanemonen fressen Fische, Krebse und Schnecken, andere leben nur von Plankton.Seeanemonen können sich durch langsames Kriechen auf ihrer Fußscheibe bewegen. Gewöhnlich saugen sie sich mit dieser Scheibe auf hartem Untergrund fest oder graben sich damit in Sand und Geröll ein.
Seeanemonen (Actiniaria), auch Seerosen, Seenelken oder Aktinien genannt, gehören zu den Nesseltieren. Derzeit sind etwa 1 200 Arten bekannt. Je nach Art können Seeanemonen eine Größe von wenigen Millimetern bis 150 Zentimeter erreichen. Die Tiere leben einzeln und bis in Tiefen von 10 000 Metern. Einige haben ungewöhnliche Körperformen entwickelt und erinnern an Venusfliegenfallen. Viele ausgewachsene Seeanemonen fressen Fische, Krebse und Schnecken, andere leben nur von Plankton.Seeanemonen können sich durch langsames Kriechen auf ihrer Fußscheibe bewegen. Gewöhnlich saugen sie sich mit dieser Scheibe auf hartem Untergrund fest oder graben sich damit in Sand und Geröll ein.
Tiefsee-Qualle Crossota
Die Qualle Crossota ist einer der mysteriösesten Bewohner der Tiefsee. Sie wird nur 35 Millimeter groß und kommt in allen Ozeanen vor.  Diese Quallen verbringen ihr gesamtes Leben in der Nähe des Tiefsee-Meeresbodens. Mit den winzig kleinen Tentakeln rund um den Schirm können die Quallen am Meeresboden lebende Krebstiere fangen. Die Bedeutung der auffallenden roten Farbe der Quallen ist unklar, denn in diese Tiefe dringt kein Licht vor.
Seegurken
Seegurken (Holothuroidea) besiedeln mit vielen verschiedenen Arten den Mittel-Atlantischen Rücken. In der Tiefsee bilden Seegurken 90 Prozent der bodennahen Biomasse. In großen Gemeinschaften kriechen sie über den Meeresboden. Wie Staubsauger saugen sie loses Sediment ein, verdauen die organischen Bestandteile und scheiden die unverdauliche Reste wieder aus. Wenn sie vor einem Fressfeind fliehen müssen, können sie einen Teil ihrer inneren Gedärme auswerfen, so ihr Gewicht verringern und mit Hilfe von Wackelbewegungen nach oben aufsteigen. Die ausgeworfenen Organe bilden sie später wieder neu.
Schwämme (Porifera) kommen in allen Meeren vor. Es gibt über 7 500 Arten mit einer Größe von wenigen Millimetern bis über drei Metern Höhe. Sie leben sesshaft auf Hartböden. Der überwiegende Teil der Schwämme ernährt sich durch Filtration. Schwämme können Hunderte oder Tausende von Jahren alt werden. Einige Glasschwämme sind die ältesten Tiere auf der Erde, mit einem Alter von mindestens 15 000 Jahren.  In der Tiefsee bilden sie häufig „Schwamm-Gärten“, die vergleichbar mit Korallenriffen vielen anderer Organismen einen vielfältigen Lebensraum bieten.
Schwämme
Sponges are very simple animals that are very adaptable. They feed on suspended matter and plankton that they filter through their body tissue. Most sponges need a hard substrate to be able to settle as larva and grow. Sponges can get hundreds or thousands of years old and some glass sponges are believed to be the oldest animals on earth, with an age of at least 15.000 years!  Gardens of deepwater sponges are documented at the Charlie-Gibbs Fracture Zone and associated seamounts down to 3,000 metres. Like coral reefs, sponge gardens can provide a habitat for hundreds of associated species.
Sponges
Tiefsee-Eichelwürmer
Eichelwürmer (Enteropneusta) sind schleimig, farbenprächtig und leben weltweit auf schlammigen Tiefseeböden. Bislang sind etwa 70 Arten bekannt, die eine Körperlänge von wenigen Zentimetern bis hin zu Arten mit über zwei Meter erreichen können. Fast alle Arten graben Gänge in den Meeresboden und bewegen sich in diesem durch wellenförmige Muskelkontraktionen vorwärts. Die Gänge sind U-förmig angelegt und haben am hinteren Ende des Tieres einen Ausgang für die Exkremente. Diese hinterlassen charakteristische, spiralförmige Muster oder hügelige Linien auf dem weichen Boden.
Bestielte Seelilien
Seelilienarten (Crinoidea) sind mit Haarsternen nah verwandt. Die meisten Seelilien sind mit einem Stiel am Meeresboden befestigt und können ihre Position nicht mehr ändern. Es gibt auch bewegliche Federsterne, die sich kletternd oder schwimmend fortbewegen können. Seelilien ernähren sich von Plankton, das sie mit ihren gefiederten Armen aus dem vorbeiströmenden Wasser filtern. Heute leben Seelilien nur noch in der Tiefsee in Bereichen um 6 000 Meter. Einzelne Seelilien wurden sogar in 9 700 Metern gesichtet. Mit einer maximalen Größe von einem halben Meter bleiben Seelilien wesentlich kleiner als ihre ausgestorbenen Verwandten.
We know from fossils that stalked crinoids or sea lilies like this yellow one used to be extremely common and diverse in the oceans from the Ordovician period (485 mio years ago). Today only 90 known species of stalked crinoids exist and about 450 species of their unstalked and more mobile relatives, the feather stars (Roux et al. 2002). Crinoids are related to starfishes, sea cucumbers and sea urchins. They feed on particles and tiny plankton that they capture with their finely branched arms. Hence they position themselves into the prevailing current. While the mobile feather stars can climb or even swim to change their position, most stalked sea lilies cannot move from their chosen spot. Crinoids are found throughout the oceans from cold to warm and shallow to deep waters, with the record sighting at 9700 m below surface!
Stalked crinoids
Krabben
Krebstiere (Crustacea) haben in ihrer Evolution eine beeindruckend große Anzahl von spezialisierten Arten hervorgebracht. Man schätzt ihre Anzahl auf 6 800 Arten. Die meisten Krabben leben im Meer. Als Aasfresser und Jäger nutzen sie auch das Dickicht von Lophelia- und Gorgonien-Korallen. Sie bieten den Krabben reiche Nahrungsgründe, Schutz vor Feinden und dienen als Kinderstube für ihren Nachwuchs.
Krebstiere (Crustacea) haben in ihrer Evolution eine beeindruckend große Anzahl von spezialisierten Arten hervorgebracht. Man schätzt ihre Anzahl auf 6 800 Arten. Die meisten Krabben leben im Meer. Als Aasfresser und Jäger nutzen sie auch das Dickicht von Lophelia- und Gorgonien-Korallen. Sie bieten den Krabben reiche Nahrungsgründe, Schutz vor Feinden und dienen als Kinderstube für ihren Nachwuchs*.
Crustaceans have developed an amazing array of specialized species. Various crabs have adapted to the life in the deep sea. As scavengers and hunters they like to use Lophelia coral thickets and gorgonian corals for shelter and as feeding grounds.
Crabs
Kopffüßer
Kopffüßer (Cephalopoda) gehören zur Gruppe der marinen Molusken (Weichtiere). Zu ihnen gehören u. a. Nautilus, Kraken und Sepien. Einer der größten bisher gefundenen Kopffüßer war ein Riesenkalmar mit einer Länge von 13 Metern.  Tintenfische besitzen ein großes Gehirn und große Augen, die in ihrem Aufbau und ihrer Leistungsfähigkeit mit den Augen der Wirbeltiere zu vergleichen sind. Zur Tarnung und Kommunikation mit Artgenossen ändern die Tiere blitzschnell Farbe und Muster ihrer Haut. Tintenfische können sich sehr schnell fortbewegen: Dazu strudeln sie Wasser in die Mantelhöhle, ziehen danach die muskulöse Mantelwand zusammen und stoßen das Wasser blitzschnell durch eine Röhre aus (Rückstoß Prinzip).
An den Schwarzen Rauchern des Mittelatlantischen Rückens entwickelt sich eine bizarre, artenreiche Fauna. Sie basiert auf Mineralien und schwefelhaltigen Verbindungen, die aus den heißen Quellen der Erdkruste hervorschießen. Um einen schwarzen Raucher herum finden sich oft riesige Muschelkolonien. In den Kiemen der besonders häufigen Muschel Bathymodiolus puteosserpensis leben Bakterien. Nur sie können die chemische Energie der Schwefelverbindungen nutzen und in Nährstoffe umwandeln, von denen die Muscheln leben.
Tiefsee-Muscheln
Tiefsee-Angler (Ceratioidei) sind die artenreichste Fischgruppe der Dämmerungszone. Sie leben im offenen Ozean in Tiefen unter 300 Metern.  Tiefsee-Angler sind Fische mit unförmigen Körpern, großen Köpfen und großen Mäulern, die mit langen Fangzähnen bewehrt sind. Der Körper ist in den meisten Fällen schuppenlos, die Haut kann aber mit Papillen oder Stacheln bedeckt sein. Die meisten Anglerfische werden nicht größer als eine menschliche Hand. Weibchen besitzen eine „Angel“ mit „Köder“, der üblicherweise mit einem Leuchtorgan ausgestattet ist und wie eine Beuteattrappe wirkt. Mit den lichtproduzierenden Bakterien im Köder locken sie ihre Beute direkt vor das Maul. 
Tiefsee-Anglerfische